Resümee

Impressum: Bund für Geistesfreiheit Bayern, Erwin Schmid, Hemauerstr. 5, 93057 Regensburg                                                                                                                                                                                          


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Ab 2017 haben 'Glauben+Zweifel'-Beiträge den Zusatz G+Z. Viele Artikel (ca. 40%) sind in anderen Rubriken.

Warum überhaupt diese Seiten?

Seit Jahren gibt es eine christliche genauer stark katholische Richtung in der liberalen ZEIT.

Alleine in den fünf Ausgaben vom Januar 2016 sind ein Kardinal, ein Jesuit, Mutter Teresa, die Gottesmutter, zweimal Papst Franziskus und sieben
"himmlische Kirchen" zu sehen und man liest in zwei großen Beiträgen, dass Beten hilft. In 29/2014 sind vier große rein katholische Beiträge.
In einer Ausgabe 23/2016 stellt Evelyn Finger den Katholikentag vor und hat zwei lange Interviews mit Kardinal Marx und ZdK Mitglied Grütters. 

Ist das wirklich so?

Ja. Ständig sind Kleriker und Heilige groß zu sehen. Die eingescannten Bilder sind kleine Ausschnitte. 18 Mal war 2017 der Papst abgebildet.
Im Januar 2017 gab es 16, im ersten Quartal 2018 schon 37 christliche Beiträge.

Bitte schauen Sie selbst auf die Auswertung:
Im Schnitt finden sich über 100 pro christliche Beiträge pro Jahr.

Warum?
Warum diese einseitige Ausrichtung? Wer die Gründe weiß, kann sie uns gerne mitmitteln.

Beschränkt sich das auf die Rubrik "Glauben & Zweifel"? 

Nein. Evelyn Finger bringt ihren Katholizismus in anderen Rubriken unter. Ein Reisebericht 7/2014 beschreibt ausführlich das Leben des Heiligen
Franziskus, in Wirtschaft (z. B. 46/2015) ist der Papst auch "ein gestandener Manager". Den Begriff "Zweifel" kann sie weglassen. Sie interviewte
seit 1/2013 nur zwei Atheisten. Nr. 1 befragte sie nach seinem Beten 23/2013 und Nr. 2, was er am Christentum positives sieht 43/2016.

Verstärkt DIE ZEIT Reformen?

Welche Reformen? Evelyn Finger Ziel war es, dass Tebartz-van Elst in Limburg aufhört. Elf Beträge zu dieser innerkirchlichen Personalfrage.
Zu den Finanzen im Vatikan meint Arne Storm "es herrscht heute totale Transparenz" 29/2014 und nichts "wird unter den Teppich gekehrt" 20/2017. Das
riesige Vermögen des Bischöflichen Stuhls beschreibt Carsten Frerk in youtube.com siehe ("Arne Sturm, es ist sehenswert!"): http://www.youtube.com/watch?v=w1Vk33hFQJY  - ebenfalls die ARD Sendung 'Vergelt's Gott"  https://www.youtube.com/watch?v=ZZ7xVqYQ_VQ

Zur Forderung von dreihundert kath. Professoren "der Vatikan müsse seine Sexualmoral überdenken" meint Evelyn Finger "dass die alle nicht begriffen haben, was kath. Kirche ist" 32/2013. Die schlimme und ("Evelyn, es stimmt!") sehr frauenfeindliche Sexualmoral bleibt. Reform war oft zu lesen.
Jedoch "es geht nicht um die Änderung der Lehre, sondern um ihre Vertiefung" bekräftigt Erzbischof Baldisser 46/2014. (Liebe Evelyn, lesen Sie
einmal Karlheinz Deschner, was er zu Reformen in 'Abermals krähte der Hahn' und zur Moral in 'Das Kreuz mit der Kirche' schreibt). 

Sind alle Redakteure so?

Nein. Es gab ein Dossier über die Steuervermeidung vom Bistum Köln 10/2014 und über das Leid, das Christen den Juden zufügte 21/2014.
Das war 2014 und sind Ausnahmen. Dabei sind wir Konfessionslose in Deutschland mit 38% die größte Gruppe und unter  ZEIT Lesern
sicher noch höher - siehe: https://magazin.spiegel.de/SP/2016/49/148300379/index.html?utm_source=sp...

DIE ZEIT zeigt viel Verständnis für kirchliche Belange und bringt gleich fünf große Artikel 22-23/2014 über eine Papstreise und zahlreiche zur Familiensynode 42 bis 44/2015, wo Evelyn Finger angesichts netter Worte Erfolge sieht, wo keine zu verzeichnen sind ("'Hofberichterstattung").
Die konservative FAZ ist kritischer

War DIE ZEIT früher kritischer?

Ja. Sie berichtete u. a. über die Konzentrationslager des katholisch faschistischen Ustascha-Regimes in Kroatien 14/1992 und 20/1998
siehe http://www.zeit.de/1998/20/Moerder_in_Kutten. Pius XII hätte leicht bei seinem Glaubensbruder Pavelic (siehe Wikipedia.org)
einschreiten können ohne schlimmeres zu befürchten. 

Evelyn Finger verteidigt ihren Glauben

Kleriker vermeiden die Themen Geld und Sexualität. Ebenso Evelyn Finger. Sie spricht zwar von "Erneuerung" 12/2013 und sogar von "Revolution,
die weitergeht" und dass "Ehe und Familie neu erfunden wird" 43/2014, jedoch "was verboten ist, ist verboten" und "die Kirche ist Doktrin" 32/2013,
d. h. weiterhin Verbot von Frauenordination, Schwulenehe 32/2013 und analog Kondome, vorehelichen Sex usw. In keinem Beitrag schreibt sie klar,
welche Reformen sie wünscht und gibt Ihrem Glauben eine Bedeutung (z.B. 21/2014 S.14, 22/2017 S. 1), die es bei uns zum Glück nicht mehr gibt.
Zu ihrer "Hofberichterstattung" über eine Papstreise 46/2016 sind hier einige Anmerkungen.

Auf der ersten Seite 44/2014 schreibt sie zum Widerspruch zwischen Glaubenslehre und Glaubenspraxis "Muss man deshalb die
Glaubenslehre ändern? Das wäre ungefähr so sinnvoll wie die Abschaffung einer Tugend, nur weil sie so schwer einzuhalten ist". Genau.

Über uns:

Ein Kardinal(!) erklärt die Symbolik eines Papstgeschenks 51/2015, ein "Kind .. kommt beseelt aus der Messe" 24/2014 und auf der Titelseite 53/2015 steht "Gott ist Mensch geworden. Insofern ist die Bibel ... kein Märchenbuch". Was soll das. War das unter Gräfin Dönhoff möglich? 117 christliche Beiträge in einem Jahr? Wir Konfessionslose denken, DIE ZEIT bevorzugt eindeutig christliche Inhalte. Wer zustimmt, kann uns gerne helfen. Spendenkonto IBAN: DE6876260451 7001016075 bfg-Bayern. Spenden sind steuerlich absetzbar. Mail: vorsitzender@bfg-bayern.de.                            

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