Resümee

 

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Stand: März 2026. Artikel in 'Glauben+Zweifel' haben den Zusatz G+Z.
Auf Smartphones lesbar.

Warum überhaupt diese Seiten?

Seit Jahren gibt es eine christliche genauer stark katholische Richtung in der ZEIT.
Für eine liberale Zeitung ungewöhnlich bekennen sich ZEIT Mitarbeiter zu ihrer Religion. Warum?

Alleine in den fünf Januarausgeben von 2016 erscheinen ein Kardinal, ein Jesuit, Mutter Teresa, die Gottesmutter, zweimal Papst Franziskus sowie sieben „himmlische Kirchen”. Und beten hilft laut 1 und 4/2016 .In Ausgabe 29/2014 finden sich vier umfangreiche katholische Beiträge. In 23/2016 stellt Evelyn Finger den Katholikentag vor und führt Gespräche mit Kardinal Marx und ZdK Mitglied Grütters. Ein Dossier in Ausgabe 27/2021 erläutert schließlich, warum der 15 jährige Carlo Acutus so rasch selig gesprochen wurde.

Auch 2026 bleibt die Präsenz hoch: Bis einschließlich Ausgabe 12 ist Papst Leo bereits achtmal zu sehen. 

Ist das wirklich so?

Ja. Kleriker und Heilige sind in den Beiträgen regelmäßig vertreten. Alleine 2017 wurde der Papst 18-mal abgebildet; in der Ausgabe 13/2018 trat er zudem als Autor auf. Im Januar 2017 erschienen 16 christliche Beiträge im ersten Quartal 2018 bereits 37 - davon zehn allein in der Ausgabe 21/2018. Trotz des Missbrauchsskandals ereichte die Zahl der "pro-Artikel" 2020 mit 134 ihren Höchsstand. Bis 2022 lag die Zahl pro-christlicher Beiträge jährlich stets über 100; erst ab 2023 sank sie auf 68. Bei 52 Ausgabe noch immer viel.

Tendenz der Artikel im Vergleich 2013 bis 2025

 

Die Auswertung nach Jahren 

Warum diese einseitige Ausrichtung? 

Verstärkt DIE ZEIT Reformen?

Welche Reformen? Ab 2018 schrieb sie viel zum Mißbrauchskandal. Es ändert sich nichts. Arne Storm meint zu den Finanzen "es herrscht heute totale Transparenz" 29/2014 und nichts "wird unter den Teppich gekehrt" 20/2017. Zum riesige Vermögen siehe Artikel in der FAZ und im ARD 'Vergelt's Gott".

Als dreihundert katholische Professoren forderten "der Vatikan müsse seine Sexualmoral überdenken" entgegnete Evelyn Finger "dass die alle nicht begriffen haben, was kath. Kirche ist" 32/2013. Tatsächlich bleibt die frauenfeindliche Sexualmoral unverändert. Von Reform ist oft zu lesen. Jedoch "es geht nicht um die Änderung der Lehre, sondern um ihre Vertiefung" bekräftigt Erzbischof Baldisser 46/2014.
Dazu verweisen wir auf das Werk von Karlheinz Deschner 'Abermals krähte der Hahn' und zur Sexualmoral 'Das Kreuz mit der Kirche'.

War DIE ZEIT früher kritischer?

Ja. Sie berichtete u. a. über die Konzentrationslager des katholisch faschistischen Ustascha-Regimes in Kroatien 14/1992 und 20/1998
siehe http://www.zeit.de/1998/20/Moerder_in_Kutten. Pius XII hätte leicht bei seinem Glaubensbruder Pavelic (siehe Wikipedia.org)
einschreiten können ohne schlimmeres zu befürchten. 

Evelyn Finger verteidigt ihren Glauben

Kleriker meiden traditionell die Themen Geld und Sexualität. Ebenso Evelyn Finger. Sie spricht zwar von "Revolution, die weitergeht" und dass "Ehe und Familie neu erfunden wird" 44/2014, jedoch "was verboten ist, ist verboten" und "die Kirche ist Doktrin" 32/2013, d. h. weiterhin Verbot von Frauenordination, Schwulenehe 32/2013 und analog Kondome, vorehelichen Sex usw. Zu ihrer "Hofberichterstattung" über eine Papstreise sind hier einige Anmerkungen.

In der Ausgabe 41/2014 schreibt Evelyn Finger auf der Titelseite zum Widerspruch zwischen Glaubenslehre und Glaubenspraxis "Muss man deshalb die Glaubenslehre ändern? Das wäre ungefähr so sinnvoll wie die Abschaffung einer Tugend, nur weil sie so schwer einzuhalten ist". Eine klare Position. Und zehn Jahre später heißt es erneut auf Seite 1 Ausgabe 14/2024 "Die Botschaft ist wichtiger denn je". 

Über uns:

In "Geht es ohne Religion" 48/2021 verteitigt Thomas Asshauer seine Kirche, ein "Kind .. kommt beseelt aus der Messe" 24/2014. Auf der Titelseite 53/2015 steht "Gott ist Mensch geworden. Insofern ist die Bibel ... kein Märchenbuch". Was soll das! Wir Konfessonsfreie (www.bfg-regensburg.de und www.konfessionsfrei.de) denken, DIE ZEIT bevorzugte eindeutig christliche Inhalte. Kontaktmail: info@bfg-regensburg.de.