Resümee

 

Tendenz der Artikel im Vergleich (2013 - 2023)Ist das wirklich so?» zurück zur Übersicht


Stand April 2024. Artikel in 'Glauben+Zweifel' haben den Zusatz G+Z.
Auf Smartphones lesbar.

Warum überhaupt diese Seiten?

Seit Jahren gibt es eine christliche genauer stark katholische Richtung in der ZEIT.
Für eine liberale Zeitung ungewöhnlich, bekennen sich ZEIT Mitarbeiter zu ihrer Religion.

Alleine in den fünf Ausgaben vom Januar 2016 sind ein Kardinal, ein Jesuit, Mutter Teresa, die Gottesmutter, zweimal Papst Franziskus und sieben „himmlische Kirchen” zu sehen und man liest in zwei großen Beiträgen, dass Beten hilft. In 29/2014 sind vier große katholische Beiträge. In 23/2016 stellt Evelyn Finger den Katholikentag vor und Interviews mit Kardinal Marx und ZdK Mitglied Grütters. Ein Dossier in 27/2021 erklärt, warum der 15 jährige Carlo Acutus blitzschnell selig gesprochen wurde.

Ist das wirklich so?

Ja. Ständig sind Kleriker und Heilige groß zu sehen. 2017 war der Papst 18 Mal abgebildet und als Autor in 13/2018. Im Januar 2017 gab es 16, im ersten Quartal 2018 schon 37 christliche Beiträge und alleine zehn in Ausgabe 21/2018. Trotz Missbrauchsskandal gab es 2020 mit 134 die meisten „pro-Artikel” überhaupt. Von 2013 bis 2022 gab es jährlich über 100 pro christliche Artikel, die sich erst ab 2023 auf 68 reduzierten.

Tendenz der Artikel im Vergleich (2013 - 2023)

Tendenzen 2013 - 2023

Die Auswertung nach Jahren 
 

Warum diese einseitige Ausrichtung? Wer die Gründe weiß, kann sie uns gerne mitmitteln.

Beschränkt sich das auf die Rubrik "Glauben & Zweifel"? 

Nein. Evelyn Finger bringt ihren Katholizismus in anderen Rubriken unter. Ein Reisebericht 7/2014 beschreibt ausführlich das Leben des Heiligen Franziskus. In Wirtschaft 46/2015 ist der Papst "ein gestandener Manager". Den Begriff "Zweifel" kann sie weglassen. Sie interviewte seit 1/2013 nur zwei Atheisten. Nr. 1 befragte sie nach seinem Beten 23/2013 und Nr. 2, was er am Christentum positives sieht 43/2016.

Verstärkt DIE ZEIT Reformen?

Welche Reformen? Ab 2018 schrieb sie viel zum Mißbrauchskandal. Es ändert sich nichts. Arne Storm meint zu den Finanzen "es herrscht heute totale Transparenz" 29/2014 und nichts "wird unter den Teppich gekehrt" 20/2017. Zum riesige Vermögen des Bischöflichen Stuhls siehe in youtube.com ("Arne Sturm das ist sehenswert"): - ebenfalls in der FAZ und im ARD 'Vergelt's Gott".

Zur Forderung von dreihundert kath. Professoren "der Vatikan müsse seine Sexualmoral überdenken" meint Evelyn Finger "dass die alle nicht begriffen haben, was kath. Kirche ist" 32/2013. Die schlimme und ("Evelyn, es stimmt!") sehr frauenfeindliche Sexualmoral bleibt. Reform war oft zu lesen. Jedoch "es geht nicht um die Änderung der Lehre, sondern um ihre Vertiefung" bekräftigt Erzbischof Baldisser 46/2014. (Liebe Evelyn, lesen Sie mal, was Karlheinz Deschner zu Reformen in 'Abermals krähte der Hahn' und zur Sexualmoral in 'Das Kreuz mit der Kirche' schreibt). 

Sind alle Redakteure so?

Nein. Es gab ein Dossier über die Steuervermeidung in Köln 10/2014 und über das Leid, das Christen den Juden zufügte 21/2014. Ausnahmen. Dabei sind wir Konfessionsfeie in Deutschland die größte Gruppe.

War DIE ZEIT früher kritischer?

Ja. Sie berichtete u. a. über die Konzentrationslager des katholisch faschistischen Ustascha-Regimes in Kroatien 14/1992 und 20/1998
siehe http://www.zeit.de/1998/20/Moerder_in_Kutten. Pius XII hätte leicht bei seinem Glaubensbruder Pavelic (siehe Wikipedia.org)
einschreiten können ohne schlimmeres zu befürchten. 

Evelyn Finger verteidigt ihren Glauben

Kleriker vermeiden die Themen Geld und Sexualität. Ebenso Evelyn Finger. Sie spricht von "Revolution, die weitergeht" und dass "Ehe und Familie neu erfunden wird" 44/2014, jedoch "was verboten ist, ist verboten" und "die Kirche ist Doktrin" 32/2013, d. h. weiterhin Verbot von Frauenordination, Schwulenehe 32/2013 und analog Kondome, vorehelichen Sex usw. Zu ihrer "Hofberichterstattung" über eine Papstreise sind hier einige Anmerkungen.

Auf der ersten Seite 41/2014 schreibt sie zum Widerspruch zwischen Glaubenslehre und Glaubenspraxis "Muss man deshalb die Glaubenslehre ändern? Das wäre ungefähr so sinnvoll wie die Abschaffung einer Tugend, nur weil sie so schwer einzuhalten ist". Genau. Und 14/2024 auf Seite 1 meint sie, "Die Botschaft ist wichtiger denn je". So, so.

Über uns:

In "Geht es ohne Religion" 48/2021 verteitigt Thomas Asshauer seine Kirche, ein "Kind .. kommt beseelt aus der Messe" 24/2014. Auf der Titelseite 53/2015 steht "Gott ist Mensch geworden. Insofern ist die Bibel ... kein Märchenbuch". Was soll das! Wir Konfessonsfreie (www.bfg-regensburg.de und www.konfessionsfrei.de) denken, DIE ZEIT bevorzugte eindeutig bis einschließlich 2022 christliche Inhalte Email: info@bfg-regensburg.de.